Vom Weinbrand zur brandneuen Weinwelt

Am 11. Mai 1892 gründete der Destillateur Hugo Asbach unter dem Namen „Export-Compagnie für deutschen Cognac“ das Unternehmen in Rüdesheim. Sein Ziel war es, deutschen Cognac herzustellen, der den französischen Produkten gleichwertig ist. Am 18. März 1908 wurde die Marke "Asbach & Co. Uralt" in das Warenzeichen-Register beim kaiserlichen Patentamt eintragen.

Das war der Startschuss für eine lang andauernde Erfolgsgeschichte. Asbach Uralt wurde der deutsche Vorzeigeweinbrand, avancierte zu einem beliebten Markenartikel und lief - zumindest in Deutschland - dem französischen Cognac den Rang ab, auch weil der Versailler Vertrag den deutschen Herstellern ausdrücklich verbot, weiterhin die Bezeichnung Cognac zu verwenden. Damit wurde Weinbrand in Deutschland zum allgemeinen Begriff.

Im Jahr 1937 wurde der Werbeslogan Im Asbach-Uralt ist der Geist des Weines erfunden, der bis heute benutzt wird, 1957 der Rüdesheimer Kaffee, eine Kaffeespezialität mit Asbach Uralt. Der Betrieb in Rüdesheim entwickelte sich auch flächenmäßig zu einem Großunternehmen, neben der Destillerie entstand u. a. auch eine Confiserie, in der die berühmte Weinbrandpraline hergestellt wurde. 1991 verkaufte die Familie das Unternehmen an das britische Unternehmen United Distillers. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten und mehreren Eigentümerwechseln gehört Asbach seit 2002 vollständig zur Underberg-Gruppe. Betriebsteile wie Abfüllung und große Teile der Destillation sind ausgelagert.

Nach mehr als 100 Jahren schließlich endete 2007 in Rüdesheim auch die Abfüllung von Spirituosen mit der Verlagerung ins sächsische Wilthen. Nach Jahren des Verfalls kaufte zunächst der Geschäftsmann und Oldtimer-Liebhaber Gerhard Heukerott das Gelände, um dort eine Oldtimer-Stadt aufzubauen. Doch daraus wurde nichts. Erst mit dem Erwerb durch die Familie Wendel im Jahr 2015 konzentrieren sich die Aktivitäten auf künftigen Restaurationswerkstätten für mechanische Musikinstrumente. Sie sollen vom Assbrunnengelände in Assmannshausen nach Rüdesheim umziehen. Dann hätte auch der Bruder, der in Assmannshausen einen Spieluhren-Großhandel betreibt, mehr Lagerflächen.

Künftige Besucher sollen zuschauen können, wie die aufwendig gestalteten mechanischen Musikinstrumente restauriert werden. Auch andere Betriebe sollen unter Denkmalschutz stehende Gelände wieder beleben, wozu auch Konzerte des Rheingau-Musik-Festivals oder Festveranstaltungen beitragen könnten. In den einzigartigen Betontanks der Destillerie lebt jedoch seit September 2017 der Geist des Weines mit der „RheinWeinWelt“ wieder auf. Das Konzept und das Ambiente der Vinothek sind einmalig in Deutschland.

Impressionen der Räumlichkeiten nach Entrümpelung und vor Beginn des Umbaus

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